Potenzialentfaltung

Potenziale sind das, was an Möglichkeiten in Menschen steckt aber noch nicht zum Ausdruck kommt. Wie gelingt es aber, Potenziale zu entfalten? Eine simple Antwort dazu kommt von der modernen Hirnforschung: 1. Das Hirn verfügt zum Zeitpunkt der Geburt über einen massiven Überschuss an zur Verfügung stehenden Nervenzellen.  2. Das Hirn wird so, wie es gebraucht wird. Das bedeutet, dass Menschen, respektive ihre Gehirne, von klein auf so eingerichtet sind, dass sie für fast unendlich viele Erfahrungen vorbereitet sind, um mit den Gegebenheiten ihres Umfeldes klar zu kommen. In den Kindern stecken also von Geburt an Potenziale, die sich dann entwickeln, wenn sie in ihrem Leben mit entsprechenden Herausforderungen konfrontiert werden und sie Erfahrungen sammeln können. Von all diesen Erfahrungen, werden sich diejenigen in besonderem Masse zu entfalteten Potenzialen entwickeln, die für Menschen besonders bedeutsam – also emotional positiv aufgeladen – und durch eigenes Tun und Üben gefestigt werden.  Menschen müssen deshalb Möglichkeiten bekommen, durch eigenes Denken, durch eigenes Tun, sinnhafte und vielfältigste Erfahrungen machen zu können, zu denen sie eine positive Einstellung haben.

 

Um mich für eine solche Kultur der Potenzialentfaltung einzusetzen, leite ich gemeinsam mit dem deutschen Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther die Initiative Schulen der Zukunft.

 

Potenzialentfaltung ist ein sozialer Prozess. Das heisst, Menschen können ihre Potenziale am besten entfalten, wenn sie in co-kreativen Gemeinschaftsprozessen sich derart aufeinander einlassen können, dass sie ihre Unterschiedlichkeit als Bereicherung erleben und dadurch in der Lage sind, zusammen mehr erschaffen, als dass es dem Einzelnen möglich gewesen wäre. Damit dies gelingt, müssen Menschen sich auf ihr Gegenüber ganz und gar einzulassen und ihnen zuhören können, um sie verstehen zu wollen. Dies lernen zu können bietet das Bildungsreich Schulen mit dem Format «Empathische Kommunikationskultur an Schulen» an.